GESCHICHTE der Touristenbaude am Lovoš (Lobosch)

   

Der kegelförmige Berg Lovoš (deutsch Lobosch) ist eine einzigartige Dominante der Landschaft bei Lovosice (Lobositz), die sich in eine Höhe von 570 Meter erhebt. Zum Hauptkegel, aus Basalt bestehend, ist etwa 80 Meter niedriger ein anderer Kegel Kybička (Kibitschken) angeschlossen, der aber vom Klingstein besteht. Der Blick vom Gipfel auf das Panorama des Böhmischen Mittelgebirges, ins Elbetal und Stadt Lobositz ist wunderschön. Aufgrund des prächtigen Rundblickes hat schon im Jahr 1881 der Lobositzer Mittelgebirgsverein neue Zugangswege und am Gipfel eine kleine steinerne Schutzhütte mit Aussichtsplatte gebaut. Dieses Gebäude mit später angebrachter Veranda überlebte gute und schlechte Zeiten. Im Jahr 1918 wurde das Haus stark von Vandalen beschädigt und angezündet.

 

Der Grundstein für den Bau des heutigen Touristenbaude wurde vom Gebirgsverein im Jahre 1924 gelegt. Der Schutzherr des Baues war Johann von Schwarzenberg als Grundeigentümer, wie uns die Marmorplatte auf der Südwestwand der Hütte informiert. In seine heutige Form wurde die Baude in drei Phasen bis 1930 gebaut.

 

Nach 1945 wechselten sich die Besitzer ohne jede Wartung zu leisten. Erst im Jahr 1977, als das Gebäude an das Turnverein der Chemischen Werke Lovosice übertragen wurde , begann die Arbeit an den Wiederaufbau. Mit dem Beitrag von vielen Unternehmen (insbesondere SCHZ Lovosice ) und vielen freiwilligen Arbeitern wurde das Haus neu eingerichtet. Seit 1978 hat die Baude Zentralheizung und am 18. November 1983 wurde das Haus mit einem 1,2 km langen Kabel ans Stromnetz angeschlossen.

 

Seit 1990 befindet sich die Baude in den Händen des Klubs der Tschechischen Touristen (KČT) in Lovosice . Der Berggasthof hat jetzt zwei Essräume mit 60 Sitzplätzen und eine Herberge mit 16 Betten. Mehr als ein Jahrhundert lange Geschichte der Erschließung des Gipfels und des Baues der Hütte ist mit der freiwilligen Leistung von vielen namenlosen Bewohner der Lobositzer Gebiets verbunden. Die Auferstehung des Hauses in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts haben noch viele in Erinnerung und viele unter uns haben dabei geholfen. Das Ziel der allen war, den Leuten dieses Gebietes einen schönen Ausflugsort zu bieten und den Besuchern einen einzigartigen Blick auf Böhmisches Mittelgebirge und Elbetal zu vermitteln.


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Böhmisches Mittelgebirge und Lobosch

 

BESCHREIBUNG

 

Der markante Bergkegel nordwestlich von Lovosice, 570 m hoch, ist wegen seiner gewaltigen Größe, seiner harmonischen Form, seiner schroffen Hänge und seiner Lage direkt oberhalb der Elbniederungen die wichtigste Dominante des Gebiets um Lovosice.

 

Geologisch gesehen besteht der Lobosch aus Basaltgestein. Sein Nebengipfel, der 80 m niedrigere Kybička (Kibitschken) oder auch Kleiner Lobosch genannt, ist im Gegensatz dazu aus Klingstein. Die Fels- und Geröllflächen der südlichen und südwestlichen Hänge sind von Steppenvegetation und die strauchartigen Halbsteppengewächsen beherrscht . Anders an der nordöstlichen und an der nordwestlichen Seite. Dort überwiegt Schuttwald. Aus botanischer Sicht gehören hier zu den wertvollsten, geschützten Pflanzenarten der Weiße Diptam (Flammender Busch), Federgras, die Böhmische Wiesen-Küchenschelle, die Nacktstengelige Schwertlilie, die Astlose Graslilie, die Purpur-Königskerze, die Filz-Flockenblume, Kornelkirschen, Flaumeichen usw. Es ist auch nicht uninteressant, dass am Lobosch das ganze Jahr über von Menschen ausgepflanzte Opunzien (Ohrenkakteen) gedeihen.

 

Von den Kriechtieren sind Kreuzottern und Schlingnattern vertreten, bei den Vögeln sind auf jeden Fall die Vorkommen von Gartenammern (Ortolan) und von Baumpiepern zu erwähnen. Zu beobachten sind auch eine Reihe von Specht- Raubvogel-, und Eulenarten. Neben verschiedenen Säugetieren (z.B. Gelbhalsmaus und Rötelmaus) leben auf dem Lobosch-Massiv Mauswiesel und Dachs. Von großer Bedeutung sind außerdem die Gesellschaften von Moosen und Flechten. Wegen der wertvollen Naturausstattung wurde auf dem Gebiet von Lobosch und Kibitschken im Jahr 1948 eine Fläche von 50 ha zum Naturschutzgebiet erklärt.

 

Der Gipfel des Lobosch bietet eine herrliche und einmalige Rundumsicht nicht nur auf das Elbtal und das Böhmische Mittelgebirge, sondern auch zu den Gipfeln der entfernter liegenden Berge. Im Jahr 1892 baute der Lobositzer Mittelgebirgs-Verein mit Unterstützung des Besitzers der Herrschaft, des Fürsten Adolf Josef Schwarzenberg ein niedriges, steinernes Gebäude mit einem flachen Dach, das gleichzeitig als Aussichtsplattform diente. Dieser Aussichtspunkt wurde im Jahr 1918 zerstört und am Ende von Vandalen niedergebrannt.

 

Im Zweiten Weltkrieg baute die deutsche Armee die ehemalige Aussicht in eine Militärstation um. Der gemauerte Teil ist bis heute als ungenutzter Steinsockel erhalten geblieben. Im Jahr 1924 wurde in enger Nachbarschaft dazu ein neues Gebäude mit Aussichtsplattform gebaut. Es wurde damals nach dem Hauptunterstützer der Bauarbeiten, nach Johann Nepomuk Schwarzenberg, Schwarzenberghütte genannt. Heute dient das Haus dem Klub der Tschechischen Touristen als Gaststätte und Herberge.

 

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